Gemeinsam Zukunft machen.
Unser Grund. Unsere Verantwortung.
Der Ebsdorfergrund ist mehr als elf Dörfer – er ist unser gemeinsames Zuhause. Hier leben Familien, Kinder und Jugendliche, Berufstätige, Ehrenamtliche sowie Seniorinnen und Senioren. Uns verbindet der Wunsch, dass unser Grund lebendig, attraktiv und lebenswert bleibt – heute und in Zukunft.
Der Ebsdorfergrund ist attraktiv – er bietet als Lebens-, Wohn- und Arbeitsort in naturschöner Lage vor den Toren Marburgs große Chancen. Wir stehen aber auch vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Mobilität, Digitalisierung und demografische Entwicklung.
Unser Anspruch ist es, diese Aufgaben ehrlich, nachhaltig und gemeinsam anzugehen – realistisch und innerhalb der Möglichkeiten unserer Gemeinde.
Klima & Umwelt
Klima- und Umweltschutz sind Menschenschutz und beginnen vor Ort.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch jetzt schon im Ebsdorfergrund spürbar – die Trockenheitsphasen, der Starkregen und das Waldsterben sind Beispiele dafür. Deshalb setzen wir auf Maßnahmen, die wirksam sind und langfristig tragen.
Erneuerbare Energien wollen wir konsequent, aber mit Augenmaß ausbauen. Solaranlagen auf kommunalen Dächern und Energiespeicher sollen dort weiter vorangebracht werden, wo sie technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. Bei privaten Anlagen setzen wir nicht nur auf Kleinstzuschüsse, sondern auf bessere Rahmenbedingungen: gute Beratung, transparente Abläufe und eine zügige technische Anbindung neuer Anlagen an das Stromnetz.
Auch die Wärmewende ist ein zentrales Zukunftsthema. Wärmepumpen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Gemeinde kann hier vor allem durch Information, Beratung und Vorbildprojekte unterstützen und Bürgerinnen und Bürger dabei helfen, Förderprogramme von Bund und Land besser zu nutzen.
Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen bleibt eine Daueraufgabe. Blühflächen, Streuobstwiesen und Maßnahmen zum Insektenschutz werden weiter gepflegt und ausgebaut. Gleichzeitig wollen wir die Lichtverschmutzung reduzieren. Weniger unnötige Beleuchtung schützt Tiere, spart Energie und erhält uns den Nachthimmel – ohne die Sicherheit der Menschen aus dem Blick zu verlieren.
Besondere Aufmerksamkeit gilt unserem Wasser. Die Sicherung der Grundwasserversorgung hat höchste Priorität. Wir behalten die Qualität unserer Quellen auch weiterhin im Blick, setzen uns für Transparenz bei regionalen Wasserentnahmen ein und berücksichtigen neue Erkenntnisse bei Planungen. Die Ergebnisse der Starkregen- und Hochwassergefährdungskartierung fließen verbindlich in Bau- und Entwicklungsmaßnahmen ein. Zudem setzten wir uns dafür ein, dass Regenwasser noch besser genutzt wird, auch im privaten Bereich.
Wohnen & Dörfer
Unsere Dörfer sind Orte des Zusammenhalts und der Lebensqualität. Ziel unserer Politik ist es, diese Stärke zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln.
Da in absehbarer Zeit keine neuen Baugebiete benötigt werden, gehen wir verantwortungsvoll mit unseren Flächen um. Ziel ist, die Bodenversieglung nach Möglichkeit zu vermeiden. Leerstehende Häuser wollen wir durch Beratung, Anreize und Vermittlung wieder beleben und Eigentümerinnen und Eigentümer bei individuellen Lösungen unterstützen.
Ein wichtiger Ansatz ist das Generationenwohnen. Gemeinschaftliche Wohnformen, bei denen Jung und Alt voneinander profitieren, wollen wir fördern. Die Gemeinde kann hier informieren, beraten und bei der Umsetzung helfen – etwa bei Umbauten oder der gemeinsamen Nutzung von Gebäuden.
Zur Lebensqualität in den Dörfern gehört auch eine gute Nahversorgung. Direktvermarktung, mobile Angebote und neue Versorgungsmodelle sollen dort unterstützt werden, wo sie tragfähig sind. Dabei setzen wir auf die Zusammenarbeit von Kommune, Gewerbe und Ehrenamt.
Verkehr & Infrastruktur
Mobilität ist Voraussetzung für Teilhabe – für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in die Stadt. Unser Ziel ist eine sichere, verlässliche und alltagstaugliche Infrastruktur.
Der öffentliche Nahverkehr spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine zuverlässige Busverbindung, auch mit ökologisch nachhaltigen Transportsystemen, bleibt ein wichtiges Ziel. Verbesserungen in alle Richtungen wollen wir weiterhin einfordern, auch wenn Planung und Finanzierung nicht allein in kommunaler Hand liegen. Barrierefreie Haltestellen sollen in allen Ortsteilen weiter umgesetzt werden, unter Berücksichtigung der örtlichen Verkehrsverhältnisse und der landwirtschaftlichen Nutzung.
Ergänzend zum Busverkehr brauchen wir weitere Mobilitätsangebote. Carsharing in zentralen Ortsteilen wollen wir aktiv aufgreifen. Wir setzen uns dafür ein, dass es in jedem Dorf Schnellladestationen für E-Fahrzeuge gibt.
Sichere Schulwege haben für uns höchste Priorität. Hier braucht es nach professioneller Analyse dringend konkrete Maßnahmen zur Verbesserung.
Das Radwegenetz soll vollständig ausgebaut, Beschilderungen erhalten und verbessert werden. Zugleich setzen wir uns weiter für bessere überregionale Anbindungen wie einen Schnellradweg nach Marburg ein. Straßensanierungen sollen transparent geplant und nach klaren, nachvollziehbaren Prioritäten umgesetzt werden.
Digitalisierung
Digitalisierung soll den Alltag erleichtern – nicht komplizierter machen.
Deshalb wollen wir digitale Angebote in der Gemeindeverwaltung weiter ausbauen, damit Informationen, Anträge und Dienstleistungen einfacher und schneller zugänglich sind.
Eine leistungsfähige und allgemein verständliche digitale Infrastruktur ist dafür die Grundlage. Wir setzen uns für eine gute Breitband- und Mobilfunkversorgung im gesamten Gemeindegebiet ein. Auch Kitas, Schulen und Dorfgemeinschaftshäuser sollen davon profitieren.
Darüber hinaus kann Digitalisierung helfen, Beteiligung zu stärken. Informationen, Termine und Beteiligungsformate sollen online besser zugänglich sein, damit mehr Menschen sich informieren und einbringen können – unabhängig von Zeit und Ort.
Wirtschaft & Finanzen – stark ohne Ausverkauf
Ein leistungsstarker Ebsdorfergrund braucht eine nachhaltige und verantwortungsvolle wirtschaftliche Entwicklung.
Unser Ziel ist es, Betriebe anzusiedeln und zu halten, die langfristig Arbeitsplätze schaffen, sich gut in unsere Gemeinde einfügen und mit verlässlichen Gewerbesteuern zur Finanzierung unserer Infrastruktur beitragen.
Neue Gewerbeflächen sollen nur dort entstehen, wo sie sinnvoll genutzt, anwohnerverträglich erschlossen und nachhaltig vermarktet werden können. Wachstum darf nicht auf Kosten von Landschaft, Lebensqualität oder finanzieller Stabilität gehen. Deshalb setzen wir auf eine maßvolle Entwicklung statt auf einen Ausverkauf unserer Flächen.
Fördermittel von Land, Bund und EU wollen wir konsequent nutzen, um Investitionen zu ermöglichen und den Gemeindehaushalt zu entlasten. Gleichzeitig gehen wir mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger klug, vorausschauend und verantwortungsbewusst um. Klare Prioritäten und transparente Entscheidungen sind die Grundlage einer stabilen Gemeinde.
Kinder, Jugend & Familie – der Grund von morgen
Kinder und Jugendliche sind ein lebendiger Teil unseres heutigen Gemeindelebens. Wir wollen, dass Familien im Ebsdorfergrund gut und gerne leben können – nachhaltig sowie sozial- und generationengerecht.
Wir setzen uns für eine bedarfsgerechte, verlässliche und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ein. Engagiertes pädagogisches Personal, vielfältige Angebote, ein unterstützendes Umfeld für Familien und gut ausgestattete Einrichtungen schaffen beste Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung von Kindern. Dabei legen wir Wert auf gesundheitsfördernde, kindgerechte und nachhaltige Rahmenbedingungen.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ein zentrales Anliegen. Verlässliche Betreuungszeiten, kurze Wege und gut erreichbare Einrichtungen stärken familiäres Leben im Ebsdorfergrund. Deshalb setzen wir uns für verlässlich arbeitende Kindertagesstätten mit der dafür notwendigen personellen Ausstattung ein.
Jugendliche brauchen Räume, Angebote und echte Mitbestimmung. Wir wollen ihre Beteiligung stärken und sie aktiv in die Entwicklung unserer Gemeinde einbeziehen – unter anderem mit der Einrichtung eines Jugendforums sowie offenen Beteiligungsformaten zu Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Demokratie und sozialem Zusammenhalt.
Wir wollen außerdem prüfen, ob eine pädagogische Fachkraft Angebote wie Ferienbetreuung, Freizeitaktivitäten und Treffpunkte koordiniert und dabei Umweltbildung und soziale Teilhabe mitdenkt.
Soziales & Gemeinschaft – zusammen ist man weniger allein
Ein großer Reichtum des Ebsdorfergrunds ist der Zusammenhalt seiner Menschen.
Politik soll transparent, verständlich und nah an den Menschen sein – damit Vertrauen wächst und Beteiligung möglich wird. Vereine und Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Gemeinschaft, Integration und Lebensqualität – diese unterstützen wir und sorgen für gute Rahmenbedingungen.
Ortsbeiräte spielen eine wichtige Rolle. Wir wollen ihnen mehr Gestaltungsspielraum geben, dazu gehört auch die Bereitstellung eines eigenen Budgets. Ehrenamt, Vereine, Nachbarschaftshilfe und gegenseitige Unterstützung prägen das Leben in unseren Ortsteilen. Dieses Miteinander wollen wir stärken und wertschätzen. Die Integration von Zugezogenen, auch aus anderen Kulturkreisen, ist uns wichtig. Ebenso setzen wir uns für gute Angebote für Seniorinnen und Senioren ein und unterstützen Formen der Bürgerhilfe, die Menschen im Alltag entlasten.
Inklusion ist für uns eine Selbstverständlichkeit und Ausdruck der unantastbaren Würde jedes Menschen gemäß Artikel 1 des Grundgesetzes. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Behinderung, Religion oder Weltanschauung – gleichberechtigt an unserer Gesellschaft teilhaben können. Wir treten entschieden jeder Form von Diskriminierung entgegen.
Unser Versprechen an den Ebsdorfergrund
Wir übernehmen Verantwortung für eine ehrliche, gerechte und nachhaltige Politik, mit der wir unsere Zukunft aktiv gestalten.
Wir setzen auf Dialog, auf Lösungen und auf Gemeinschaft.
Unser Ziel ist ein Ebsdorfergrund, der lebenswert bleibt – für alle Generationen, heute und in Zukunft.